Vorstellung des Rekruten - Kjell Svendsen

  • Frischer Wind gar ganz geschwind !!!


    Die Staatspolizei Altis/Tanoa stellt Aufgrund der schlechteren Verhältnisse zwischen den Menschen ihre neuen Rekruten vor. Bürger von Altis und Tanoa lernen die neuen Beamten des öffentlichen Dienstes also besser kennen und die Polizei hofft dabei auf ein vertrauteres Verhältnis zwischen den Bewohnern der Inseln und den Polizisten.


    Der erste Beamte der sich vorstellt ist Kjell Svendsen. Über den Namen sind viele überrascht, da er sehr selten in Griechenland vorkommt und auch nicht dessen Ursprung ist. Doch darüber werden wir uns nicht mehr länger den Kopf zerbrechen. Er stellt sich nämlich der gesamten Bevölkerung aus Altis und Tanoa vor.


    Kjell Svendsen


    Guten Tag liebe Bürger, liebe Doktoren und Sanitäter, Auszubildende, Kollegen und Vorgesetzte. Mein Name ist Kjell Svendsen und bin 31 Jahre alt. Mich fragten bereits viele Bürger nach meiner Herkunft und meine Geschichte. Dies gilt einmal aufgeklärt zu werden.

    Mein Name kommt aus dem Skandinavischen und bedeutet soviel wie „Kessel“ oder „Quelle“. Nun kommen natürlich Fragen auf, aus welcher skandinavischen Kommune ich denn stamme, doch dazu gibt es leider keine Antwort. Ich komme nämlich Ursprünglich aus der Bundesrepublik Deutschland. Jetzt denken wahrscheinlich die meisten, dass ich aus dem Norden Deutschlands komme, aber das ist auch nicht so. Ich wohne in Mügeln, einer kleinen Stadt inmitten des Ostdeutschen Bundeslandes Sachsen.


    Die Stadt verfügt über 6000 Einwohner und ist für ihre vielen Bänke und Brunnen bekannt. Außerdem spielte sie eine wichtige Rolle in der Industrialisierung, da sie eine Stadt mit einem Kleinbahnanschluss waren. Diese Kleinbahn fährt auch heute noch und wird als größte Touristenattraktion in der Umgebung angesehen.

    Nach meiner Geburt, welche sich am 05.06.2004 an der Collm Klinik ereignete, verbrachte ich meine ersten 18 Lebensjahre in der Kleinstadt. Meine Eltern Ursula Hein (46) und Björn Svendsen (48) pflegten mich und passten immer gut auf mich auf. Den Nachnamen habe ich von meinem Vater bekommen, doch die Haare von meiner Mutter. Was wäre es ja auch für ein Klischee, wenn ein halb-skandinavischer Junge blonde Haare hätte. Als mich meine Eltern in den Kindergarten „Colorado“ schickten, wurde mir dort nicht nur das stapeln von Legosteinen, sondern auch der sächsische Akzent beigebracht. Diesen gewöhnte ich mir bis heute nicht ab. Ich hatte sehr viel Spaß und konnte erste Freundschaften schließen. Meine Oma holte mich immer mit dem Fahrrad vom Kindergarten und wir sind immer den selben Weg nach Hause gefahren, immer an diesem einen Hund vorbei. Dieser Hund, der die ganze Zeit nur da lag und nichts gemacht hat, absolut nichts. Aber nun ja… zurück zum Thema Großeltern.

    Ich besaß drei Oma’s und zwei Opa’s. Oma Bärbel steht mir sehr nahe und ist auch die einzige Oma die lebt. Sie ist im stolzen Alter von 62 und arbeitet in einer Privatfleischerei in Mügeln. Mein Opa Manfred, welcher auch den Ehegenossen von Oma Bärbel bildete, ist im Alter von 64 Jahren bei einem Autounfall verstorben. Oma Bärbel trauert immer noch sehr um ihn, doch das Leben muss weiter gehen. Das waren also die Eltern meiner Mutter, doch wenn ich einen skandinavischen Vater habe, muss ich doch noch skandinavische Großeltern haben, oder?!


    Nun die habe ich natürlich, doch gekannt kann man das nicht wirklich nennen. Die beiden sind ein paar Jahre nach meiner Geburt verstorben. Ich habe Geschichten gehört, dass Oma Garholm, die Mutter meines Vaters, wohl bei einem Schiffsunglück um Leben gekommen ist. Ob da etwas wahren dran ist, weiß ich selbst nicht. Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher, das ihr Mann Ole an Krebs gestorben ist… wie dem auch sei, möchte ich euch nicht die Legende vorweg nehmen. Hierbei handelt es sich um meine Uroma Silke. Mir tut es immer noch leid, dass sie verstorben ist, denn sie war ein so guter „Mensch ärger dich nicht“ und „Halma“ Spieler. Ich weiß noch genau, als sie mir in der Grundschule immer mein Taschengeld abgezockt hat. Ach ja, Grundschule.

    Nach meiner spannenden und spielerischen Zeit im Kindergarten besuchte ich die Grundschule „Bücherwurm“. Diese absolvierte ich gut, obwohl ich in einer Klasse mit sehr vielen Problemkindern war. Die glaubten ernsthaft, dass sie den Lehrer erschrecken, wenn sie mit Beeren Kunstblut herstellen. Nicht gerade die hellsten la… (hust,hust). Wie dem auch sei, ich verließ also die Grundschule und wechselte auf ein allgemeinbildendes Gymnasium. Dort erfuhr ich nicht nur, was es heißt zu lernen, sondern auch, dass ich angeblich einen Bruder hätte der in Amerika lebt. Diese Information sorgte natürlich für sehr viel Verwirrung in meiner derzeitigen Situation und machte mich neugierig. Ich wollte mehr über ihn erfahren und baute schließlich Kontakt auf. Er erzählte mir so einiges. Sein Name war Riley Svendsen und er machte eine Ausbildung zum Polizisten. Das faszinierte mich, also hielt ich den Kontakt aufrecht. Nach vielen Feiern mit Absturz-Gefahr, meisterte ich tatsächlich mein Abitur mit 2,0. Auf dieser Basis konnte man doch wunderbar aufbauen. Ich fragte mich also: „Was soll ich tun?“. Das klingt zwar primitiv, jedoch hatte ich fast zu viel Auswahl.


    Um meinem Vater einen gefallen zu tun und etwas mehr über seine Herkunft und ehemalige Lebensart heraus zu finden, habe ich mich dazu entschlossen, ein Studium in einer der größten Städte Norwegens anzufangen. Die rede hierbei ist von Bergen. Die schöne Stadt hat alles was man braucht und ich konnte mit Finanzieller Hilfe meiner Eltern das Studium bezahlen. Ich studierte Informatik und es machte mir riesen Spaß. Ich hielt zu dieser Zeit immer noch Kontakt zu meinem Bruder und im Sommer hatten wir uns sogar einmal getroffen. Er ist nun Polizeimeister und mit vollem Elan bei seinem Job dabei. Auch er hatte eine kleine Familie aufgebaut. Er hatte eine amerikanische Frau gefunden, welche er anheiratete und ihr seinen Namen zu verdanken hat. Riley und Josey Brewster. Jetzt fehlten nur noch die Kinder und alles wäre perfekt, doch stattdessen haben sie sich einen Hund irländischer Herkunft zugelegt. Seine Frau arbeitete als Softwareentwicklerin, weshalb ich mich gut mit ihr verstanden habe. Als ich schließlich den Bachelor Titel in der Hand hielt, suchte ich direkt nach Arbeit. Das Problem an der ganzen Sache war, dass es keine gab. Ich suchte und suchte und fand einfach nicht das richtige. Somit war klar, dass ich auf Plan B zurückgreifen musste.


    Ich machte mich also mehr oder weniger selbständig. Zwei Jahre vermietete ich Ferienhütten in der Kommune Hagland Lille und verdiente mir so meine Kronen zum Überleben. Die Hütten gehörten nicht mir, sondern dem Besitzer von „Haus und Heim“, welcher seinen Sitz in Duisburg (Deutschland) hat. Es gab dort verdammt viele Stufen und es war am Arsch der Welt. Die Ruhe dort war fast schon gruselig. Meine Aufgaben waren, die Gäste einzuführen, ihnen das Prinzip der Selbstverpflegung zu erklären und ihnen eine Einführung in die Boote zu geben. Wenn wir schon einmal beim Thema Boote sind…, natürlich habe ich in den Jahren auch meine Boots- und Fischerlizenz erworben, worauf ich sehr stolz bin. Die Bootseinweisung ist komplexer als man denkt und dauert knapp zwei Stunden. Ich zeigte den Touristen Orientierungspunkte auf der See, Untiefen im Meer, die Robbeninsel, welche sich als wundervolle Attraktion eignet und natürlich die Handy App, auf der es die ganzen Seekarten gibt. Um mir etwas Geld zu verdienen, bot ich den Touristen einen Hundeservice für 5€ am Tag an. Somit musst der Hund auch nicht mit auf das Boot geschleppt werden.


    Ich führte den Beruf weiter aus, doch eines Tages erreichte mich eine Nachricht aus Griechenland von der Insel Altis. Es handelte sich um meinen Bruder, der dort einen Auslandseinsatz hatte. Er ist ums Leben gekommen, da er in ein Nagelband des Kollegen „Rostpogge“ getreten ist. Ich konnte gar nicht glauben, was ich da gehört habe. Ich war zu tiefst traurig und kündigte direkt die Ferienwohnungen. Josey war auch sehr berührt und wusste nicht wie es weitergeht. Nachdem der Schmerz in der Familie langsam verdaut war, war mir klar was ich als nächstes machen werde. Ich habe mir vorgenommen meinem Bruder so nah wie möglich zu stehen und somit entschloss ich mich den Polizeidienst auf der Insel Altis aufzunehmen. Ich habe mich also mit Erfolg beworben und konnte direkt in den Dienst starten. Meine Eltern finanzierten mir eine Zweizimmerwohnung in Pyrgos und somit konnte ich erst einmal selbst Haushalten. Es kam außerdem heraus, dass ich auf einmal Besitzer eines Eigenheims in Vagalala auf Tanoa bin. Das Haus muss meinem Bruder gehört haben und jetzt gehört es mir. Neben den Schichten im Streifendienst baute ich das Haus ein wenig aus und vermietete es wieder an Touristen, denn das hatte ich ja jetzt drauf.

    Die Insel ist bezaubernd und ich kann mich über nichts beschweren. Die Menschen sind nett und die Natur ist schön. Ich entwickelte sogar langsam die Vorliebe für schwarzen Kaffee. Jetzt steh ich also jeden Morgen vor dem Spiegel, während ich meine Uniform anziehe. Ich schaue mir selbst in meine braunen Augen und muss mich aufgrund meiner 1,87 cm immer ein wenig in Richtung Spiegel bücken. Dann denk ich mir: „Warum, blau und nicht grün, wie meine Lieblingsfarbe? Ich meine wie die Hoffnung… Denn die Hoffnung stirbt doch zuletzt!?“

    „Bekanntschaften, wenn sie sich auch gleichgültig ankündigen, haben oft die wichtigsten Folgen.“


    In diesem Sinne wünsche ich der Bevölkerung von Altis noch einen angenehmen Tag und hoffe ich konnte einige Sympathien in euch wecken.


    MfG Kjell Svendsen *Polizei Altis*